Doline

Sinkhole aus dem Jahr 2007 in Guatemala City


Bild Quelle http://news.nationalgeographic.com/news/2010/06/100601-sinkhole-in-guatemala-2010-world-science/

Als Doline (von slawisch dolina „Tal“) oder Karsttrichter bezeichnet man eine schlot-, trichter- oder schüsselförmige Senke von meist rundem oder elliptischem Grundriss in Karstgebieten. Ihr Durchmesser schwankt meist zwischen 2 und 200 Metern, kann aber auch mehr als einen Kilometer betragen. Ihre Tiefe reicht von 2 bis zu mehr als 300 Metern. Die nach Volumen größten sind die Sima Major des Sarisariñama-Tepui in Venezuela und Sótano del Barro in Mexiko. Die tiefste wassergefüllte Doline ist die Pozzo del Merro in Italien nahe Rom.

Der Begriff Doline wurde durch den serbischen Geographen Jovan Cvijić im Jahr 1893 geprägt und fand zügig Eingang in die geomorphologische Terminologie. Jedoch war die Definition dieses Begriffes nie einheitlich. Einige bezeichnen nur oberflächliche Lösungstrichter als Dolinen, andere fassen auch durch Einsturz unterirdischer Karsthöhlen zustande gekommene Hohlformen unter dieser Bezeichnung zusammen.

Dolinen entstehen immer durch Lösungsvorgänge in verkarstungsfähigen, d.h. in Grund- oder Oberflächenwasser relativ leicht löslichen Gesteinen (siehe auch → chemische Verwitterung). Dies sind Evaporite (vor allem Steinsalz und Gips) und Karbonate (Kalkstein und Dolomit). Da flüssiges Wasser für den Lösungsprozess zwingend erforderlich ist, entstehen Dolinen vorwiegend in humiden, tropisch bis gemäßigten Klimaten.

Vor allem bei den schwerer löslichen Karbonaten wirkt sich eine starke Klüftung oder das Vorhandensein zahlreicher Verwerfungen im Gestein begünstigend auf die Dolinenbildung aus, weil dies den Verwitterungslösungen eine größere Angriffsoberfläche bietet.

Sackungs- und Einsturzdolinen
Der Mechanismus für die Entstehung von Sackungs- und Einsturzdolinen ist Subrosion, das heißt die Lösung verkarstungsfähiger Gesteine im Untergrund, einhergehend mit Höhlenbildung. Die Doline wird schließlich durch das Nachbrechen (eines Teils) der Höhlendecke erzeugt, was sich an der Erdoberfläche entweder nur in Form einer trichterförmigen Senke oder aber die Schaffung eines hochgelegenen Höhleneingangs äußern kann. Bei Sackungsdolinen ist das Deckgestein selbst nicht verkarstungsfähig bei Einsturzdolinen ist es verkarstungsfähig. Sackungs- und Einsturzdolinen werden auch unter der Bezeichnung Erdfalldolinen zusammengefasst. Sie können mit weit verzweigten Höhlensystemen in Verbindung stehen. Mittlerweile gilt auch die ursprünglich regionale, für Karstlöcher auf der Halbinsel Yucatan verwendete Bezeichnung Cenote als Synonym für Einsturzdoline.


Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Doline


Mosul Dam Sinkhole

Great Blue Hole


Bild Quelle https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Sinkholes?uselang=de