La Garita Caldera VEI 8 USA

Asche-Formationen der La-Garita-Caldera
Die La-Garita-Caldera ist eine große vulkanische Caldera, die sich im San-Juan-Gebirge im südwestlichen Colorado, USA, befindet. Vor zirka 26 bis 28 Millionen Jahren (Oligozän) fand hier ein gigantischer Vulkanausbruch der Stärke 8 auf dem Vulkanexplosivitätsindex statt (Supervulkan).

Bei dieser Eruption wurden etwa 5.000 Kubikkilometer Material (Fish Canyon Tuff) ausgestoßen. Damit war der Ausbruch doppelt so stark wie der Ausbruch des Toba oder 500mal so stark wie der Ausbruch des Pinatubo von 1991. Der Fish Canyon Tuff besteht aus Dazit und ist erstaunlich einheitlich in seiner Zusammensetzung. Dazit ist ein siliziumreiches vulkanisches Gestein, das man bei explosiven Eruptionen, in Lavadomen und in kurzen, dicken Lavaströmen antrifft.

Die Caldera ist 35 mal 75 Kilometer groß und hat eine für eine Caldera ungewöhnliche längliche Form. In den 1,5 Millionen Jahren nach der Fish-Canyon-Tuff-Eruption gab es mindestens sieben größere Ausbrüche mit unterschiedlichen Materialzusammensetzungen.
Toba (Tobasee) VEI 8 Indonesien

Tobasee
Der Tobasee liegt in einem vulkanisch-tektonischen Kesseleinbruch, 77 km südlich der Provinzhauptstadt Medan. Das Niveau des Sees liegt 905 Meter über dem Meeresspiegel.Die Uferlänge beträgt 294 km.An den Tobasee grenzen die ruhenden Vulkane Dolok Pusukbukit (im Westen) und Dolok Tandukbenua (im Nordwesten).

Entwässert wird der Tobasee durch den 150 km langen Fluss Asahan, im äußersten Südosten aus der Bucht von Porsea. Stromabwärts durchbricht der Asahan mit einer bis zu 300 m tiefen Schlucht das östliche Randgebirge des Kesseleinbruchs. Als Folge dieser Tiefenerosion hat sich der Spiegel des Sees um etwa 250 m gesenkt.

Parapat am Ostufer ist die größte und wichtigste Stadt am See. Weitere für die Infrastruktur wichtige Städte in der Umgebung des Sees sind Berastagi im Nordosten, Pematang Siantar im Osten und Sibolga am Indischen Ozean.

Das der Länge nach durch Sumatra verlaufende Barisangebirge ist eine plattentektonische Auffaltung, entstanden durch die Anpressung der von Südwesten sich heranschiebenden Indo-ozeanischen Platte. Nach dem niederländischen Geologen Reinout Willem van Bemmelen entstand bei diesem Prozess zwischen dem Pliozän und dem Pleistozän im Bereich und in der Umgebung des heutigen Tobasees eine domförmige, bis über 2000 m hohe Aufwölbung, der er den Namen „Batak-Tumor“ gab. Die Ausdehnung dieser Aufwölbung geht weit über die des heutigen Sees hinaus: Die Länge entlang der Längsachse Sumatras beträgt 275 km, die Breite bis zu 150 km.

Während der Aufwölbung entstanden nach und nach immer größere und tiefere Dehnungsrisse, bis vor etwa 74.000 Jahren durch diese Risse das gasreiche Magma des nur wenig tiefer liegenden Batholithen in einer gigantischen Eruption seinen Ausweg fand.

Man geht davon aus, dass es sich bei der Eruption des Toba um den größten Vulkanausbruch der vergangenen zwei Millionen Jahre gehandelt hat.Vulkanische Asche des Ausbruchs findet man im gesamten Indischen Ozean und in weiten Teilen Indiens. Es war neben der Oruanui-Eruption des Taupo in Neuseeland vor 26.500 Jahren die einzige Eruption, die in diesem Zeitraum einen Vulkanexplosivitätsindex (VEI) von 8 erreichte. Schätzungen zufolge wurden 2800 Kubikkilometer vulkanischen Materials (davon 800 km3 Asche) bis in 80 km Höhe geschleudert und verteilten sich in der Atmosphäre.
Yellowstone Vulkan VEI 8 USA

Geyser Basin


Bild Quelle http://www.explorevolcanoes.com


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Taupo VEI 8 Neuseeland


Bild Quelle http://www.taupodebretts.co.nz

Der Taupo ist ein etwa 300.000 Jahre alter Supervulkan in Neuseeland. Er war seit seiner Entstehung in unregelmäßigen Abständen aktiv und gilt als der am häufigsten aktive und produktivste Rhyolith-Vulkan der Welt.

Die Kontinentale Erdkruste, die normalerweise im Mittel eine Dicke von rund 35 km aufweist, hat sich unterhalb der Taupo Volcanic Zone über Millionen von Jahren im Mittel auf rund 15 km verjüngt.Durch die tektonischen Prozesse der Nordinsel – die Pazifische Platte schiebt sich unter die Australische Platte – kam es entlang der Taupo Volcanic Zone zu Brüchen in der Kruste und zur Bildung zahlreicher Vulkanschlote, in denen Magma aufsteigen konnte. Der so vor rund 300.000 Jahren entstandene Vulkan Taupo gehört allerdings zu den Vulkanen, die seltener ausbrechen, dann aber große, explosive und vor allem zerstörerische Eruptionen entwickeln.

Einer dieser gewaltigen Ausbrüche des Taupo war die Ōruanui-Eruption, die vor 26.500 Jahren stattfand. Das dabei herausgeschleuderte und in weitem Umkreis verteilte Material (Bimsstein und Vulkanasche) soll mit fast 1200 km³ das Volumen von der dreifachen Größe des Mount Ruapehu gehabt haben. Andere Quellen spezifizieren dies in 430 km³ Gesteins- und Ascheniederschlag, 320 km³ pyroklastische Ströme in die umliegende Landschaft und 420 km³ Material, das innerhalb der Caldera niederging.Zum Ende des Ausbruchs kollabierte die Magmakammer unterhalb des Vulkans, wodurch sich eine Caldera mit einer Absenkung von rund 500 Metern bildete.Diese Caldera wurde später zum nördlichen Teil des Lake Taupo. Es folgten 28 weitere mehr oder weniger große Ausbrüche in den letzten 23.000 Jahren. Diese und der Ōruanui-Ausbruch haben den Lake Taupo und die Landschaft um ihn herum maßgeblich geprägt.

Der letzte dieser Ausbrüche fand vor etwas mehr als 1830 Jahren statt und war der wohl weltweit gewalttätigste Vulkanausbruch der letzten 5000 Jahre. Mit einer Auswurfmenge von 50 bis 60 km³ verwüstete er ein Gebiet in Neuseeland, in dem heute über 200.000 Menschen leben. Der Ascheregen bedeckte ganz Neuseeland mit einem mindestens 1 cm dicken Teppich und könnte die außergewöhnlich roten Sonnenuntergänge in China und Europa verursacht haben, die von den Römern und Chinesen zu dieser Zeit beobachtet und dokumentiert wurden.

Der Taupo zählt heute zu den zwölf als gefährlich eingestuften und ständig überwachten Vulkanen Neuseelands.Das ständige Monitoring seismischer Aktivitäten,Veränderungen des Seebetts, des Wasserstands und der Wasserqualität geben wichtige Informationen über eventuelle Gefährdungen durch vulkanische Aktivitäten, denn die Magmakammer des Vulkans liegt lediglich zwischen 6 und 8 km unterhalb des Sees.

Wann genau die Caldera mit Wasser vollgelaufen war und zur Bildung des Lake Taupo geführt hat, ist nicht bekannt. Fest steht aber, dass sich die Caldera durch die zahlreichen großen Ausbrüche der vergangenen 23.000 Jahre verändert hatte und zur weiteren Erhöhung des Umlandes führte. Doch das 3487 km² große Einzugsgebiet der zur Caldera hin verlaufenden Flüsse füllte die Senke mit Wasser, das sich schließlich bei der heutigen Stadt Taupo einen Durchbruch nach Norden schuf, der den Wasserstand des Sees auf seinem heutigen Stand hält. An diesem Durchbruch bildeten sich die Huka Falls, die mit einer Fallhöhe von rund 11 m heute eine Attraktion für Touristen und Wildwasserfahrer darstellen.
Tambora VEI 7 Indonesien
Der Tambora liegt auf Sumbawa, einer der Kleinen Sundainseln. Sie bildet ein Segment des Sundabogens, einer Kette vulkanischer Inseln, die den südlichen Teil des indonesischen Archipels ausmachen.Der Tambora liegt auf einer Halbinsel Sumbawas, die als Sanggar-Halbinsel bezeichnet wird. Im Norden dieser Halbinsel befindet sich die Floressee, im Süden die 86 km lange und 36 km breite Saleh Bay. In der Mündung der Bucht liegt die kleine Insel Mojo.

Neben Seismologen und Vulkanologen, die die Aktivität des Berges beobachten, führen auch Biologen und Archäologen wissenschaftliche Studien im Gebiet des Tambora durch. 2004 entdeckte ein Team von Vulkanologen um Haraldur Sigurdsson ein durch die Eruption 1815 unter pyroklastischen Ablagerungen begrabenes Dorf nahe dem Krater (Caldera). An der Ausgrabungsstätte wurden Knochen und menschliche Kulturgegenstände geborgen. Bei dieser Stätte – wegen des ähnlichen Untergangs des Ortes in der damaligen Presse auch als „Pompeji des Ostens“ bezeichnet – hätte es sich nach den Hoffnungen der Archäologen um den Palast des Radschas des durch die Eruption vernichteten „Königreichs“ Tambora handeln sollen.Bisher gab es keine weiteren Funde unter den dicken Schichten des aus dem Krater ausgeworfenen Materials.

Mittels Radiokohlenstoffdatierung wurde gezeigt, dass es bereits vor 1815 drei Eruptionen des Tambora gab, deren Stärke jedoch unbekannt ist. Die Zeitpunkte werden auf 3710 v. Chr. (± 200 Jahre), 3050 v. Chr. und 740 n. Chr. (± 150 Jahre) geschätzt.Alle Eruptionen wiesen vergleichbare Charakteristika auf: einen explosiven Ausbruch des Vulkans aus dem zentralen Ausbruchskanal, wobei der letzte keine pyroklastischen Ströme aufwies.

Im Jahr 1812 wurde der Tambora hochgradig aktiv und erreichte sein eruptives Maximum im April 1815. Der Ausbruch entsprach einer Stärke von sieben auf der VEI-Skala, mit insgesamt 60 bis 160 Kubikkilometern ausgeworfenem pyroklastischem Niederschlag. Die Merkmale der Eruption umfassten unter anderem explosive Ausbrüche aus dem Zentralkanal, pyroklastische Ströme, Tsunamis und einen Einsturz der Caldera. Der Ausbruch hatte langfristige Auswirkungen auf das globale Klima. Folgeaktivitäten des Vulkans wurden im August 1819 in Form einer kleinen Eruption der Stärke zwei auf der VEI-Skala verzeichnet. Zwischen 1850 und 1910 kam es erneut zu Ausbrüchen, die jedoch auf die Caldera beschränkt blieben.[10] Hierbei wurden kleine Lavaströme und -dome geschaffen. Die Stärke betrug zwei auf der VEI-Skala. Bei diesen Eruptionen wurde der „Doro Api Toi“ – ein Nebenkegel innerhalb der Caldera – geschaffen.

Der letzte Ausbruch des Tambora wurde 1967 verzeichnet, dabei handelte es sich jedoch um eine sehr kleine, nichtexplosive Eruption.

Vor 1815 war der Tambora durch allmähliches Abkühlen wässriger Lava in einer geschlossenen Magmakammer für mehrere Jahrhunderte inaktiv. Innerhalb dieser Kammer entstand in Tiefen zwischen 1,5 und 4,5 Kilometern durch Entmischungsprozesse ein Druck von etwa 4 bis 5 Kilobar bei Temperaturen zwischen 700 und 800 °C.

1812 gab es erste Erdstöße und eine dunkle Wolke über der Caldera.Am 5. April 1815 fand eine Eruption mittlerer Stärke statt, der Explosionsgeräusche folgten, die unter anderem in Makassar auf Sulawesi (380 Kilometer Entfernung), Batavia auf Java (1260 Kilometer) und Ternate auf den Molukken (1400 Kilometer) vernommen wurden. Am Morgen des 6. April gab es erste Niederschläge aus vulkanischer Asche in Jawa Timur (zu deutsch Ost-Java). Am 10. und 11. April sollen laut Sir Thomas Stamford Raffles, dem Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte, die Explosionen über 2600 Kilometer entfernt auf Sumatra gehört und dort zunächst für Schüsse gehalten worden sein.

Am 10. April intensivierten sich um etwa 19 Uhr die Eruptionen.Augenzeugen berichten von drei Flammensäulen, die über dem Berg emporstiegen, sich dort vereinten und den Tambora in ein Inferno aus „flüssigem Feuer“ verwandelten.Um etwa 20 Uhr wurden Bimsstein-Brocken mit bis zu 20 Zentimetern Durchmesser aus dem Krater ausgeworfen und gingen in der Umgebung nieder. Zwischen 21 und 22 Uhr folgte Asche. Pyroklastische Ströme breiteten sich kaskadenartig in alle Richtungen der Halbinsel aus und vernichteten das Dorf Tambora. Bis zum nächsten Abend wurden laute Explosionen gehört. Die Asche breitete sich bis zu den indonesischen Provinzen Jawa Barat und Sulawesi Selatan aus. In Batavia wurde während schwerer, mit Tephra durchsetzter Regenfälle auch ein deutlicher Salpetergeruch wahrgenommen, der sich zwischen dem 11. und 17. April wieder abschwächte.

„Die ersten Explosionen auf dieser Insel wurden am Abend des 5. April gehört, wurden in jedem Stadtteil bemerkt und dauerten in Intervallen bis zum nächsten Tag an. Der Lärm wurde, bei erstem Auftreten, nahezu allgemein für entfernte Kanonenschüsse gehalten; so [überzeugend war dieser Eindruck], dass eine Abteilung von Truppen von Djocjocarta ausgesandt wurde, in Erwartung eines Angriffs auf einen benachbarten Posten, und in zwei Fällen Boote entlang der Küste nach einem vermuteten Schiff in Seenot suchten.“
– Übersetzung aus den Memoiren von Sir Thomas Raffles‘

Die Explosion wird auf eine Stärke von sieben gemäß dem Vulkanexplosivitätsindex (VEI) geschätzt.Sie hatte etwa die vierfache Energie des Ausbruchs des Krakataus von 1883. Berechnete 160 Kubikkilometer PyroklastikaVor 1815 war der Tambora durch allmähliches Abkühlen wässriger Lava in einer geschlossenen Magmakammer für mehrere Jahrhunderte inaktiv. Innerhalb dieser Kammer entstand in Tiefen zwischen 1,5 und 4,5 Kilometern durch Entmischungsprozesse ein Druck von etwa 4 bis 5 Kilobar bei Temperaturen zwischen 700 und 800 °C.

Der Ausbruch des Tamboras von 1815 ist die größte in geschichtlicher Zeit beobachtete Eruption.Die Ascheniederschläge erreichten einen Radius von 1300 Kilometern und verdunkelten im Umkreis von bis zu 600 Kilometern den Himmel zwei Tage lang fast vollständig.Die pyroklastischen Ströme breiteten sich bis zu 20 Kilometer weit aus. Die geschätzte Sprengkraft der Eruption entspricht 170.000 Hiroshimabomben oder 2300 Megatonnen TNT-Äquivalent. Die Explosionen waren noch in der 1800 km entfernten Stadt Bengkulu auf Sumatra zu hören. mit einer Gesamtmasse von 140 Milliarden Tonnen wurden ausgeworfen.Die Caldera durchmaß nach der Explosion zwischen 6 und 7 Kilometern bei einer Tiefe von 600 bis 700 Metern.War der Tambora vor der Explosion mit geschätzten 4300 m einer der höchsten Gipfel des indonesischen Archipels, beträgt die Höhe heute 2850 m.

Auf Sumbawa kam bei der Katastrophe fast die gesamte Inselbevölkerung (etwa 4000 Einwohner in elf verschiedenen Dörfern) ums Leben, die Küsten der umliegenden indonesischen Inseln Flores und Timor wurden von hohen Flutwellen zerstört. Es wird geschätzt, dass 10.000 Menschen direkt durch die Auswirkungen des Ausbruchs starben. Durch die folgenden Flutwellen und Hungersnöte starben etwa 100.000 weitere Menschen.

Die Staubteilchen wurden durch Luftströmungen um die ganze Erde verteilt und verursachten noch in Europa Missernten und Hungersnöte. Der Sommer des Folgejahres 1816, im Volksmund „Jahr ohne Sommer“ genannt, war der kälteste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zahlreiche europäische Staaten erlebten Ernteausfälle, Hungersnöte und Wirtschaftskrisen, die viele Menschen zur Emigration veranlassten. In Frankreich und England kam es zu Aufständen, in der Schweiz musste sogar der Notstand ausgerufen werden. Wegen der Ernteausfälle kam es zu einem starken Anstieg der Haferpreise und in der Folge zu einem starken Rückgang des Pferdebestandes in Europa, wodurch die Entwicklung der Draisine vorangetrieben wurde.Im Königreich Württemberg, das von der Klimakatastrophe besonders schwer getroffen wurde, stiftete der junge König Wilhelm I. mit seiner Frau Katharina das „landwirtschaftliche Fest zu Cannstatt“, aus dem das heutige Cannstatter Volksfest entstand,und eine „landwirtschaftliche Unterrichtsanstalt“, aus der die Universität Hohenheim hervorging.

Im Anschluss an den Vulkanausbruch waren die Sonnenuntergänge des Biedermeier in Europa von nie dagewesener Pracht – in allen Schattierungen von Rot, Orange und Violett, gelegentlich auch in Blau- und Grüntönen. Die grandiosen Abendstimmungen inspirierten den englischen Landschaftsmaler William Turner, sie bilden sich auch in der Farbtönung der Werke Carl Spitzwegs ab.
Long Valley Caldera VEI 7 USA
Die Long Valley Caldera liegt im östlichen Teil des US-Bundesstaates Kalifornien an der Grenze zu Nevada, in Mono County etwa 25 km südlich des Mono Lakes. Sie ist ein aktives vulkanisches Gebiet, das aufgrund einer heftigen explosiven Vulkaneruption vor 760.000 Jahren auf einer Fläche von 544 km² (ca. 32 mal 17 km Ost-West bzw. Nord-Süd-Ausdehnung) einbrach und gegenüber der heutigen Umgebung rund 300 bis 1000 m eingesenkt ist. Bei der Long Valley Caldera handelt es sich um eine der größten Calderen der Erde.

Auch heute kommt es im Bereich der Long Valley Caldera häufig zu Erdbeben sowie Gasaustritten. Im Westen und Norden der Caldera liegen die aktiven Inyo Craters, ein Teil der Mono-Inyo Craters, welche mit dieser in einem vulkanischen Zusammenhang stehen. Aus diesem Grund unterhält der US Geological Survey ein eigenes Observatorium, das Long Valley Observatory (LVO), um die Aktivität der Caldera zu erforschen, sowie zu überwachen und bei Anzeichen einer bevorstehenden Eruption die Bevölkerung warnen zu können.

Die Caldera bildet das obere, nördliche Ende des Owens Valley, zwischen der Sierra Nevada im Westen und den White Mountains im Osten. In ihr entspringen der Owens River und dessen Zufluss Hot Creek. Der Stausee Lake Crowley am Owens River liegt vollständig im südlichen Teil der Caldera. Grund und Boden sind außer in den Siedlungen und am Lake Crowley fast vollständig in Bundesbesitz und gehören zum Inyo National Forest, einem Nationalforst unter Verwaltung des United States Forest Service. In der Caldera liegen die Orte Mammoth Lakes und Crestview. Das Tal wird durch den US-Highway US 395 erschlossen.

Seit 1941 wird Oberflächenwasser aus dem Einzugsgebiet des Mono Lakes nördlich der Caldera durch die Long Valley Caldera nach Süden in das Owens Valley und mit dem Großteil des Wassers aus dessen Einzugsgebiet in den Los Angeles Aqueduct geleitet. Er versorgt die rund 450 km entfernte Stadt Los Angeles mit Trinkwasser.

Im Südosten außerhalb der eigentlichen Caldera liegen die Volcanic Tablelands. Der Untergrund dort ist Tuff, der aus vulkanischen Aschen entstanden ist, die aus der Long Valley Caldera ausgestoßen wurden. Die Landschaft mit steilen bis senkrechten Wandstrukturen erodierte aus diesem Gestein.


Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Supervulkan